Doch nicht die größte Sprengung Tirols 2009 Drucken E-Mail
 

Geschrieben von Administrator, am 20-09-2008 20:11

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Keine Großsprengung im Zirler Steinbruch
 
Auszug aus der Samstag TT  20.09.08  von NIKOLAUS PAUMGARTTEN
Ortschef Hanspeter Schneider versucht, die Wogen zu glätten.
 
Zirl -
Nach dem jüngsten Wirbel rund um den Zirler Steinbruch ist Bürgermeister Hanspeter Schneider (SP) bemüht, wieder Ruhe einkehren zu lassen. „Ich habe ein Gespräch mit dem Betriebsleiter geführt und der hat mir versichert, dass es beim Herauslösen des 1,5 bis 2 m³ großen Felsbrockens bleiben wird." Von großflächigen Arbeiten, die irrtümlich dem Gemeinderat vorgelegt wurden, sei überhaupt keine Rede mehr.
Auch in einem weiteren Punkt kann Schneider Entwarnung geben. Im Gemeinderat sorgte nämlich die Meldung für Verwirrung, wonach der Steinbruchbetreiber für 2009 eine Großsprengung am Ostkopf vorgesehen hätte. „Das ist ein Blödsinn. Auch hier wurde mir versichert, dass die Sanierung bescheidgemäß durchgeführt wird. Alles andere wäre auch nicht im Sinne des Betreibers." Denn, so erklärt Schneider, wenn sich die Firma Plattner nicht an die festgelegten Abbaugrenzen hält, werden hohe Strafen fällig.
„Fröschl, dem die Firma Plattner ja gehört, hat sich in den vergangenen Jahren als verlässlicher Partner der Gemeinde präsentiert. Ich bin sicher, dass auch die Sanierung entsprechend korrekt ablaufen wird", meint Schneider.
Forderung: mehr Kontrolle
Dieses ungetrübte Vertrauen möchte Fritz Pletzer von der ÖVP dem Steinbruchbetreiber gegenüber nicht walten lassen. „Ich bin der Meinung, dass die Gemeinde noch stärker ein Auge auf die Vorgänge im Steinbruch haben sollte." Pletzer schlägt vor, seitens der Gemeinde einen zusätzlichen Sachverständigen namhaft zu machen. „Die ÖVP wird jedenfalls einen entsprechenden Antrag einbringen."
Josef Kreiser (Zirl Aktiv) hält die Bestellung eines zusätzlichen Sachverständigen für wenig zielführend. „Ich glaube, es sind genügend Fachleute am Werk. Allerdings sollte man die Sanierung regelmäßiger vor Ort überprüfen."
Karl Pjeta (Frischer Wind) spricht davon, dass das Vertrauen in den Steinbruchbetreiber schwer beschädigt ist. „Und mir graut davor, wenn ich daran denke, dass Plattner in Unterperfuss um die Errichtung einer Schottergrube angesucht hat."

 

Letztes Update : 15-12-2008 17:37

   
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