Arten der LawinenauslösesprengungenAuf mechanische Methoden zur Lawinenauslösung wird nicht eingegangen.  Millitärische Beschusswaffen wie zB. Mienenwerfer, Raketenrohre und Kanonen verschidender kaliber sind in Österreich nicht zulässig, werden jedoch in der Schweiz, in Frankreich und den USA angewendet. Ein Einsatz dieser Waffen ist in diesen Ländern nur durch das Militär zulässig. Der große Nachtteil dieser Methode besteht in der äußerst schweren Versagerursache und -beseitigung sowie bei Verwendung von großen Kalibern in der Zerstörung der Bodennabe und dadurch bedingten Erosionsgefahr. Ebenso sind in österreich vorverlegte, vergrabene Sprengladungen, die nach Schneefällen je nach Bedarf gezündet werden, unzulässig. - Einwerfen einer Sprengladung
Es wird eine gezündete und mit Reepschnur gesicherte, 1kg bis 2,5 kg schwere Sprengladung in das Anrissgebite eingeworfen. Eine Rückholung bei Versagern ist durch die an der Sprengladung befestigte Schnur möglich. Zur Verhinderung von Versagern sind geworfene Ladungen mit zwei Zündern zu versehen. Die Methode ist anwendbar, um unterhalb von Graten und Rücken Lawinen auszulößen. Die Reichweite ist mit ca. 30 m beschränkt (Wurfweite). Die Zündung der Sicherheitszündschnüre darf erst erfolgen, wenn der Sprengbefugte einen geeigneten Platz zum Einwerfen der Ladung gefunden hat, von dem er leicht eine Deckung audsuchen kann. Er muss sich demgemäß schon vor dem Zünden den gesicherten (begehbaren) Rückweg in die Deckung geschaffen haben. Da es sich um eine Detonation auf der Schneedecke handelt, ist die Sprengwirkung als entsprechend gut zu bezeichnen. - Eingleiten einer Sprengladung
Eine bis zu 5 kg schwere Sprengladung wird zum Sprengpunkt mit Hilfe eines Sprengschlittens samt Sprengrute oder mit Hilfe von gesicherten Eigenbauschlitten (zB. Plastikschüssel, alte Schi, aufgebogene Hartfaserblatten, usw) eingebracht. Der Schlitten muss an einer Schnur befestigt sein, damit er einserseits nicht zu weit abgleitet und andererseits zur Versagerbeseitigung geborgen werden kann. Die Reichweite ist mit etwa 100 m beschränkt, es sind nur geringe Abweichungen aus der Falllinie möglich. Diese Methode stellt bei entsprechender Topographie ein gutes Mittel zur künstlichen Auslösung von Lawinen dar. Die Sprengladung kann elektrisch gezündet werden. . Sprengstoffladungen bis zu 5 kg werden auf einer ca. 2,5 - 3 m langen Holzstange befestigt. Diese Stangen werden oberhalb des Anrissgebietes der Lawine aufgestellt. Es ergibt sich für die ausführenden Personen eine große Gefährfung, da der Sprengbefugte das Anrissgebiet nicht betreten darf. Die Definition des gerade noch nicht lawinengefährdeten Bereichs ist extrem schwierig (Seilsicherung unbedingt erforderlich). Gemäß SprengV dürfen Arbeitnehmer weder die Anrisszone noch den Auschüttungsbereich der auszulösenden Lawine betreten. Bei dieser Methode können auch mehrere Sprengladungen in einem Abstand von 20 m und mehr gesetzt und mittels Sprengschnur oder elektrisch gezündet werden. Die reichweite berägt pro Stange maximal 10 . 30 m. . - Gratausleger, Sprengruten
Auf einem, so weit als möglich über den Grat hinausragenden, fest montierten und drehbaren Ausleger wird mithilfe eines Seilzuges die Sprengladung (Lademenge bis 5 kg) über den Auslösepunkt gebracht. Die Zündung kann elektrisch ausgeführt werden. Sie Sicherheit der Bedienungsmannschaft ist im Allgemeinen als gut, die Sprengwirkung, aufgrund der Möglichkeit die Ladung abzusenken, als gut bis sehr gut zu bezeichnen. Die Anwendung beschränkt sich auf Anrisszonen in Gratnähe bzw. auf das Sprengen von Wächetn. Die Reichweite beträgt 2 - 20 m. Voraussetzung: Leichte Zugänglichkeit und Erreibarkeit zum Grat (zB. von einer Bergstation aus). in kürze .
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